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FSJ-Blog #06

Aktualisiert: 12. Mai 2023

17.10.2022 – 21.10.2022


„Alte“ Spiele, Streitschlichter, Schreibtreff, Hospitieren


Wer kennt noch diese Spiele von „damals“? Gummi-Twist oder Seilspringen. Genau das haben wir mit einigen Kindern in der Mittagsbetreuung gemacht. Besonders toll fand ich, wie eifrig sie es lernen wollten. Heutzutage sind ja leider die Handys viel zu stark im Fokus. Daher fand ich es große Klasse, wie wir mit diesen älteren, aber glücklicherweise zeitlosen Spielen die Schülerinnen und Schüler begeistern konnten. Auch ich habe es noch einmal neu gelernt, da ich von damals die Abfolge im Gummi-Twist nicht kannte. Das war ganz schön anstrengend! Doch im Gegensatz zu mir schienen die Kinder unermüdlich. Während ich bereits nach einer Runde außer Atem war, powerten sie Runde um Runde und hatten großen Spaß daran, sich zu steigern. Höher und immer höher machten wir das Gummiband.

Beim zweiten Streitschlichtertreffen bereiteten wir die Streitschlichter aus den dritten bis sechsten Klassen auf die Streitigkeiten auf dem Pausenhof mit Rollenspielen vor. Ich durfte die Einleitung mit einem allzu häufigen Szenario machen: „Die Mütze eines Kindes wird hin- und hergeworfen. Es will seine Mütze zurück, bekommt sie aber nicht.“ Je zwei Streitschlichter mussten eine vorgespielte Szene erkennen und den Streit lösen. Nicht alles lief glatt, doch wir sind ja noch am Anfang. In den nächsten ein, zwei Wochen sollen die jungen Streitschlichter in den Pausen eingesetzt werden. Auch ich werde ab und zu dabei sein, um ihnen zu helfen, falls es noch Unsicherheiten gibt. Doch nach den schauspielerischen Leistungen, die die Kinder in der Übung dargeboten hatten, scheint alles möglich zu sein.

Diese Woche durfte ich bei Frau Betz in der ersten Klasse – in der Affenklasse – hospitieren. Gerade lernen sie das große I und das kleine i. Eifrig wurden die Wortsilben geschwungen und die „Ii“s im Wort gesucht. Ist der Buchstabe vorne, in der Mitte oder am Ende? Anschließend zogen die neuen Buchstaben ins Buchstabenhaus ein – dann wurde geübt. Mehrere Stationen standen zur Auswahl: Mit Steinchen die beiden neuen Buchstaben belegen oder mit dem Finger in den Sand zeichnen. Am beliebtesten waren jedoch die Buchstaben-Stempel, mit denen die Arbeitsblätter gestempelt wurden.

Im Jugendhaus Villa Federbach war auch wieder eine Menge los. Unsere Praktikantin Viona hatte einen Schulbesuch von ihrer Lehrerin. Währenddessen habe ich mit jeweils ein paar Kindern in der Küche Obst geschnitten, aus dem wir dann einen leckeren Obstsalat zubereiteten. Wichtig war uns dabei, saisonales Obst zu verwenden: Apfel, Birne und Traube. Eine Ausnahme machten wir bei der Banane. Das Ergebnis war wunderbar und gemeinsam ließen wir es uns schmecken.

Schmecken ließen wir es uns auch am Donnerstag im Offenen Treff, als wir spontan aus übriggebliebenen Kartoffeln, die bereits abgekocht waren, Bratkartoffeln kochten. Uns ist es nämlich sehr wichtig, so wenig Essen wie möglich wegzuwerfen und alles zu verwerten.

Der dieswöchige Schreibtreff war sehr frei gestaltet, bei dem wir alle an eigenen Geschichten schrieben. Geschichten über Halloween, über eine Zeitreise oder ganz gewöhnliche Dinge. Jeder von uns füllte das Blatt und die Geschichten wuchsen schnell. Nächste Woche wollen wir unsere entstandenen Geschichten vorlesen und uns darüber austauschen. Was sagen die anderen dazu? Gibt es noch Tipps oder andere Anregungen? All diese Fragen sind sehr wichtig für einen guten Text, denn ohne konstruktive Kritik erfährt man nicht, wie das Geschriebene bei anderen ankommt. Daher ist der Austausch im Kreativen unerlässlich. Nur so kann man sich verbessern.

Und wie ich hier gerade schon meinen sechsten FSJ-Blog schreibe, sehe ich, wie schnell doch die Zeit vergangen ist. Es ist unglaublich, denn für mich fühlt es sich irgendwie noch immer so an, als wäre ich höchstens in der zweiten Arbeitswoche. Aber die Zeit zwischen Schulbeginn und Weihnachten rast ohnehin immer stark, wie ich finde. Aber das ist doch ein Zeichen dafür, wie gut es mir hier gefällt. Denn nur, was schön ist und Spaß macht, scheint nur Sekunden zu gehen. Daher bin ich froh, dass ich es so empfinde. Und damit bis zur nächsten Woche und


Grüße von eurem FSJler Niklas

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