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Sport in der Dschungel-Schule

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Eine Geschichte über Bewegungsspiele und Gleichberechtigung.


Teil 02: Sport in der Dschungelschule


Sport in der Dschungelschule
Sport in der Dschungelschule

In der Dschungel-Schule ist die Pause zu Ende und die Tiere haben Sportunterricht. Das Schuljahr neigt sich dem Ende und der Sportlehrer braucht noch Noten. Um es fair zu machen, gibt es insgesamt 10 Disziplinen, in denen jedes Tier seine ganz eigene Stärke zeigen kann, in der es benotet wird. Jede Disziplin ist ein kleines Spiel, das Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Dschungeltieren spielen können.


Diese Geschichte entstand im Rahmen eines Praxisprojekts im Zuge meines Studiums im Fach Sachunterricht mit dem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt Alltag und Gesundheit im Bereich Textil.


Die Welt aus den Augen der Kinder zu sehen, öffnet die Türen zu einer magischen Welt. Sie ist ein Schatz, den man sich bewahren sollte, um das innere Kind nie zu verlieren. Niklas Böhringer

Verorten lässt sich dieses Spiel im aktuellen Bildungsplan Baden-Württemberg (2016) im Bereich Bewegung, Spiel und Sport:

Die Schülerinnen und Schüler können ...

(3) Merkmale für faires Verhalten kennen, benennen und umsetzen

Die Schülerinnen und Schüler können ...

(5) ziel­ge­rich­tet in die Wei­te und die Hö­he sprin­gen

Die Schülerinnen und Schüler können ...

(2) Be­we­gungs­fol­gen zur Mu­sik, auch in Ver­bin­dung mit Spra­che, rhyth­misch al­lei­ne, mit Part­ne­rin/Part­ner und in der Grup­pe aus­füh­ren und va­ri­ie­ren

(3) Kin­der- und Trend­tän­ze so­wie Tän­ze un­ter­schied­li­cher Stil­rich­tun­gen zu zweit und in der Grup­pe er­ler­nen, ent­wi­ckeln und üben




Sport in der Dschungel-Schule


Auf Sport freuten sich die Tiere der Dschungel-Schule am meisten. Die Pause war gerade zu Ende und der Lehrer, ein großschnabeliger Pelikan, trat vor die Tierkinder. Heute hatte er etwas ganz Besonderes mit ihnen vor:

„Liebe Kinder, wie ihr wisst, ist das Schuljahr bald zu Ende und ich brauche noch Noten von euch. Deshalb möchte ich euch die Möglichkeit geben, dass jeder von euch in der Disziplin seiner Wahl seine ganz eigene Stärke präsentieren darf, die ich dann bewerte. Denn wie wir gelernt haben, ist gleich nicht immer auch fair.“

„Aber wie genau funktioniert das?“, fragte ein Schüler.


Spielanleitung

Du bekommt verschiedene Aufgaben gestellt. In diesen Aufgaben geht es um Bewegung. Für jede Aufgabe kannst du zwischen 1 und 5 Punkten erreichen.

Schreibe dir jeweils deine erreichten Punkte auf. Am Ende zählst du deine Punkte zusammen.


Darüber freuten sich die Tiere sehr. Sie mochten ihren Lehrer. Er war fair und gerecht. „Jedes Tier soll am Ende jede Aufgabe einmal ausprobiert haben. Ich schreibe immer die beste Punktzahl auf, um die Aufgabe zu bewerten, in der ihr individuell am besten seid und eure ganz eigene Stärke zeigen könnt.“

Es wäre schließlich ziemlich unfair gewesen, müsste zum Beispiel die Schildkröte so schnell rennen, wie die Giraffe es konnte. Oder wenn sie in Bäumen herumspringen müsste wie der Affe. Oder schwere Baumstämme heben wie der Elefant. Nein, die Schildkröte war eine wahre Meisterin darin, einfach reglos dazustehen und sich nicht zu bewegen. Und so bewertete sie der Lehrer im regungslosen Dastehen, denn das konnte sie gut.

„Zwar geht es im Sport um Bewegung, doch wir wollen zunächst mit dem genauen Gegenteil beginnen: reglos dastehen. Dadurch könnt ihr sehen, dass es auch sehr schwer sein kann, einfach mal still dazustehen und nichts zu machen. Schildkröte, bist du bereit?“, fragte der Lehrer. Er hatte die Stoppuhr gezückt.

Die Schildkröte nickte. Sie war bereit. Gerne stand sie reglos da und genoss die Sonne.

„Perfekt, dann will ich stoppen, wie lange du reglos dastehen kannst, Schildkröte“, erklärte der Pelikan und gab das Zeichen zum Start: „Los!“


Spiel 01: Reglosigkeit

Du bist eine Schildkröte im Dschungel. Ein Raubtier schleicht vorbei – du musst dich ganz still verhalten, damit es dich nicht entdeckt! Zieh dich in deinen „Panzer“ zurück und bleib so reglos wie möglich stehen.


Die Schildkröte verharrte und stand ganz reglos da. Sie rührte sich nicht den kleinsten Millimeter. Gebannt schauten ihr ihre Klassenkameraden dabei zu. Sie waren beeindruckt, wie lange die Schildkröte reglos dastehen konnte. Niemand von ihnen hätte das so lange geschafft wie sie.

Abwechselnd schaute der Lehrer zwischen seiner Stoppuhr und der Schildkröte hin und her. Er war beeindruckt, wie lange die Schildkröte reglos dastehen konnte.

„Super“, lobte der Lehrer. Er zückte seine Tabelle und trug die Punkte für die Schildkröte ein, die sie erreicht hatte.


Auswertung 01

Wie lange standest du still da, ohne dich zu bewegen?


Zeit


Wirbelwind im Panzer

≤ 10 Sekunden

1 Punkt

wackelndes Zitterbein

20 Sekunden

2 Punkte

konzentrierte Schildkröte

30 Sekunden

3 Punkte

versteinerte Schildkröte

40 Sekunden

4 Punkte

Meisterin der Ruhe

≥ 50 Sekunden

5 Punkte

spannender Fakt über Schildkröten

Schildkröten können stundenlang reglos bleiben, wenn sie sich bedroht fühlen – sie sparen so Energie und schützen sich vor Feinden. Ihr harter Panzer ist ihr Schutz­schild. Sie können so lange stillstehen, dass man sie fast für einen Stein hält.

Weltrekord

Es gibt Menschen, die sich als lebende Statuen verkleiden (Living Statues) und fast ganz reglos dastehen – manchmal sogar viele Stunden lang. Manche haben es geschafft, einen ganzen Tag lang fast stillzustehen.


Weltrekord

  • Der Inder Akshinthala Seshu Babu stand 36 Stunden und 45 Minuten still (2015). Das ist ein ganzer Tag und ein halber – oder 49 Schulstunden hintereinander ohne eine einzige Pause.


Der Lehrer war beeindruckt. „Du bist wirklich eine Meisterin der Ruhe, Schildkröte. Du warst so still wie ein Stein. Sehr gut, du kannst stolz auf dich sein.“ Mit einem zufriedenen Lächeln trug er die Maximalpunktzahl von fünf Punkten in die Liste ein: Die Schildkröte hatte es geschafft, sich über 50 Sekunden nicht zu bewegen. Sie hätte es sicherlich noch länger geschafft, aber das brauchte sie gar nicht.

Nacheinander versuchten sich auch die anderen Tiere in dieser Disziplin, aber nur wenige kamen an das Ergebnis der Schildkröte heran. Der Lehrer notierte ihre Zeiten, bevor er die nächste Disziplin verkündete.

„Als nächstes wollen wir den Weitwurf üben. Elefant, möchtest du in dieser Aufgabe beginnen?“, fragte der Lehrer, der wusste, wie stark der Elefant war. Er hatte das Maßband gezückt.

Der Elefant nickte. Er war bereit. Da er oft trainierte und Baumstämme hob, war sein Rüssel sehr stark. Dadurch war es für ihn nicht mehr schwer, einen Gegenstand möglichst weit zu werfen. Da er allerdings der einzige war, der einen Baumstamm hätte werfen können, hatte sich der Lehrer dazu entschieden, dass sie einen Stock werfen sollten.

„Perfekt, dann will ich messen, wie weit du werfen kannst, Elefant“, erklärte der Pelikan und gab das Zeichen zum Start: „Los!“


Spiel 02: Weitwurf

Du bist ein Elefant und hast einen langen Stock in deinem Rüssel. Du willst zeigen, wie weit du werfen kannst. Wirf den Stock oder das Wurfsäckchen so weit wie möglich.



Der Elefant holte Schwung und warf den Stock so weit er konnte. Staunend schauten ihm die anderen Tiere dabei zu. Sie waren beeindruckt, wie weit der Elefant werfen konnte. Niemand von ihnen hätte das so weit geschafft wie er.

Mit großen Schritten lief der Lehrer dem Stock hinterher und maß den Abstand von der Abwurflinie bis zum Stock ab. Er war beeindruckt, wie weit der Elefant geworfen hatte.

„Großartig“, lobte der Lehrer. Er zückte seine Tabelle und trug die Punkte für den Elefanten ein, die er erreicht hatte.


Auswertung 02

Wie weit hast du den Stock / das Wurfsäckchen geworfen?


Weite


Mini-Rüsselchen

≤ 1 Meter

1 Punkt

Laubschubser

2 Meter

2 Punkte

starker Stoßzahn

3 Meter

3 Punkte

Rüssel-Katapult

4 Meter

4 Punkte

Weitwurf-Champion

≥ 5 Meter

5 Punkte

spannender Fakt über den Elefanten

Elefanten atmen durch ihren Rüssel – er ist ihre Nase. Mit ihrem Rüssel trinken sie Wasser und können damit große und kleine Gegen-stände greifen. Sie können mühelos Baumstämme heben und sogar rohe Eier, ohne sie kaputt zu machen. Aber sie können auch mit Steinen und Stöcken werfen, um sich zu verteidigen.

Weltrekord

Menschen können ganz schön weit werfen – je nachdem, was sie werfen.


Weltrekord

  • Der Tscheche Jan Železný warf einen Speer 98,45 Meter weit und war damit dreifacher Olympiasieger (1992, 1996, 2000). Das sind fast 100 Meter – das ist so lang wie ein ganzes Fußballfeld.


Der Lehrer war beeindruckt. „Du bist wirklich ein Weitwurf-Champion, Elefant. Du hast so weit geworfen wie ein Katapult. Sehr gut, du kannst stolz auf dich sein.“ Mit einem zufriedenen Lächeln trug er die Maximalpunktzahl von fünf Punkten in die Liste ein: Der Elefant hatte es geschafft, über 5 Meter weit zu werfen. Er hätte es sicherlich noch weiter geschafft, aber das brauchte er gar nicht.

Nacheinander versuchten sich auch die anderen Tiere in dieser Disziplin, aber nur wenige kamen an das Ergebnis des Elefanten heran.

Der Lehrer notierte ihre Wurfweiten, bevor er die nächste Disziplin verkündete. [...]



Materialien

Das brauchst du für das Spiel

Spiel 01:

Spiel 02: Sandsäckchen zum Werfen

Spiel 03: Sandkasten für den Weitsprung

Spiel 04: Springseil

Spiel 05: Ball zum Prellen

Spiel 06:

Spiel 07: Dosen zum Abwerfen; Steinschleuder

Spiel 08: Hula-Hoop-Reifen

Spiel 09: Karten mit den Tänzen

Spiel 10: –




Auswertungstabelle




Quellen- & Literaturverzeichnis

Bildungsplan, didaktische Quellen

Weltrekorde & Sport

Tierfakten

Tänze

Bilder

generiert mit Google Gemini


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1 Kommentar


Edward
Edward
vor 2 Tagen

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