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Anthologie „Nicht warten, springen: Die Froschkönigin auf Reisen (Bd. 1)“

Anthologie: Mein Vater ... und ich

14 Autoren – 14 froschstarke Geschichten, in der die Froschkönigin – flatsch, flatsch – durch die Geschichten der Autorinnen und Autoren hüpft und dabei neue Welten bereist.


Klappentext

Begleitet die Froschkönigin auf ihrer Reise. Es geht nicht auf ein  Kreuzfahrt oder auf Weltreise, nein, das ist unserer Froschkönigin zu  normal. Wenn sie auf Reisen geht, reist sie durch Bücher.

Entdeckt  Geschichten, neue Welten und erlebt Abenteuer. Wer weiß, vielleicht  entdeckt ihr euer neues Lieblingsbuch genau hier, oder lernt sogar ein  neues Genre kennen und lieben.

Vierzehn Autoren und Autorinnen haben sich zusammengeschlossen, und diese Anthologie auf die Beine gestellt.

Die  Erlöse unterstützen den Ayla Richter Froschkönigin Award.


Hrsg. Froschköniginnen-Magazin

Erschienen am 22.04.2026

ISBN: 978-3-38479-692-9

Cover: Akima Clary

Seiten: 298


die Autoren

Ayla Richter, Marco Dülk, Sabine Kneitz, Beate Freitag, Anne und Wiebke Wilhelm, Jenny Barbara Altmann, Angela Pundschus, Vanessa M. J. Dicke, Imke Brunn, Elena Tinten, Melisande D. Menze, Sabrina Nickel, Amy Melina Loß, Niklas Böhringer





Leseprobe

enthalten ist meine Geschichte

Rico und die Froschkönigin

Wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. Rico liebte den Sommer. Und noch mehr liebte er es, sich am kühlen Bach zu erfrischen. Doch heute war etwas anders. Dort, wo er noch vor wenigen Tagen einen gut gefüllten Wasserlauf vorgefunden hatte, war das Bett nun beinahe ausgetrocknet. Nur ein schmales Rinnsal und die abgetragenen Ufer verrieten, dass hier einmal ein Bach den Wald durchzogen hatte. Ein Bach, der sich im Frühjahr mit dem Schmelzwasser der Berge zu einem reißenden Fluss ausweitete und im Sommer wieder zu einem zahmen, sanft dahin plätschernden Bächlein zurückzog.

„Nanu?“, wunderte sich der kleine Grizzlybär. „Was ist mit dem Wasser passiert? Es ist ja fast ausgetrocknet.“

Da entdeckte er, gut getarnt zwischen Gräsern, einen großen Frosch – größer als jeden, den er je zuvor gesehen hatte. Doch wichtiger war etwas anderes. Rico erkannte sofort, dass das Tier dort nicht lange überleben konnte. Frösche brauchten Wasser, sonst trocknete ihre Haut aus. Anders als Säugetiere oder Vögel, die durch Fell oder Federn geschützt waren, nahmen Amphibien Feuchtigkeit direkt über die Haut auf und brauchten deshalb immer die Nähe zum Wasser. Und wenn hier keines war, so musste er das Tier an eine Stelle bringen, wo es genug Wasser gab.

„Hallo, wer bist du?“, erkundigte er sich vorsichtig. Durch seine Freundschaft mit den Hasen hatte Rico gelernt, sich behutsam anzunähern. Stand nämlich ein Grizzlybär plötzlich vor einem kleineren Tier, selbst wenn er noch nicht ausgewachsen war, so wirkte das sehr einschüchternd.

Mit großen Augen blickte das Tier zu Rico hinauf. „Quak, ich bin die Froschkönigin.“ Sie schien sich in seiner Nähe nicht zu fürchten.

[...]



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