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FSJ-Blog #20

Aktualisiert: 12. Mai 2023

13.02.2023 - 17.02.2023


Seminar 03 - Online-Seminar


🔉 [Stummschaltung aufheben]


Eine Woche Seminar – eine Woche online. Nach ein paar anfänglichen technischen Problemen klappte das Online-Meeting ganz gut. Es erinnerte mich etwas zurück an meine Abizeit, in der ich auch in BigBlueButton Onlineunterricht hatte. Doch einen entscheidenden Unterschied gab es: das Seminar machte großen Spaß! Locker und spannend wie die vorigen Seminare leiteten Kim und Aweline auch diese Woche an, ließen uns teilhaben und mitgestalten. Gemeinsam sorgten wir für eine unvergessliche Woche. Jeden Tag konnten ein paar von uns ihre Lieblingslieder abspielen und kurz etwas dazu sagen, wodurch wir uns auch noch einmal besser kennenlernten. Auch Online-Spiele wie „Gartic Phone“ oder „Skribbl“ standen mit auf dem Programm.

Am Montag starteten wir direkt mit einer Zeichen-Challenge. Herrje! Wer von euch schon einmal probiert hat, mit der Computermaus zu zeichnen, weiß, wie schwierig das ist und wie unsere „Kunstwerke“ danach aussahen. Trotzdem hat es Spaß gemacht und das Bild war letztlich sogar gut zu deuten.

Dann gab es noch eine weitere Aufgabe. Wir sollten anhand selbsterstellter Memes unser FSJ vorstellen und wie wir uns momentan darin fühlen. Es war nicht ganz einfach, ein passendes Bild zu finden, doch letztlich schafften wir es alle.

Jedes Seminar stand eine Praxisreflexion über unser FSJ mit unseren Seminarleitungen an. Und was soll ich sagen? Wie auch schon die letzten Male konnte ich nur Positives berichten und mich glücklich schätzen, an einer so vielfältigen und tollen Stelle wie der Hans-Thoma-Schule und dem Jugendhaus Villa Federbach in Malsch mein FSJ machen zu dürfen.

Am Mittwoch bekamen wir Besuch von einem Referenten, der wirklich Spannendes zu erzählen hatte. Offen und voller Emotionen erzählte uns Philipp von seiner Hafterfahrung und wie es dazu kam. Auf jeden Fall hat er mein Bild des „typischen Häftlings“ komplett auf den Kopf gestellt. Ich hatte mir direkt einen gewaltbereiten Schulabbrecher vorgestellt, doch Philipp war genau das Gegenteil. Wir fanden ihn alle direkt sympathisch, ehrlich und was er zu berichten hatte, war sehr spannend. So änderte sich mein Bild des Klischee-Häftlings, worüber ich auch echt dankbar bin, denn es ist falsch, Menschen in Schubladen zu stecken, doch leider tun wir das viel zu oft, wie sich auch hier wieder gezeigt hat. Umso schöner ist es, dieses Vorurteil abzulegen und durch eigene Erfahrungen zu ersetzen.

Was noch lange gutging, war am Donnerstag überfällig. Wir Freiwilligen waren wohl zu engagiert für das Programm. Damit hatten wir diesmal auch zu kämpfen, denn unerwartet flogen wir alle aus dem Meeting und kamen eine Weile nicht mehr rein. Aber: nicht verzagen, Aweline fragen. Neuer Link, neues Glück, fand sie schnell eine Lösung und wir konnten unser Seminar fortsetzen.

Wo stehst du in zehn Jahren? Über diese Frage haben wir uns Gedanken gemacht. Die Ergebnisse präsentierten wir als Collage. Viele von uns sahen sich in den eigenen vier Wänden, mit Kindern und einem Job. Auch bei mir war das der Fall. Neben den normalen Tages-Aufgaben gab es auch lustige Challenges. Eine davon war es, in der Mittagspause von allen Tätigkeiten ein Bild zu machen.

Meine Mittagspause: Blumen gießen, nächstes Buch planen / überarbeiten; trinken, denn das ist wichtig und Essen gibt es erst später

Die ganze Woche über hatten wir hin und wieder Zeit, um in Gruppen ein Thema vorzubereiten und zu präsentieren. Meine Gruppe hatte das Thema „Sport & Ernährung“, das wir mit einem kleinen Workout einleiteten. Danach kam ich an die Reihe und sollte etwas erzählen. Haha, ein super Timing! Nach den Übungen japste ich erst einmal kräftig nach Luft und musste dabei auch noch reden. Na super! Zumindest fanden es die anderen lustig … Ich erzählte ein bisschen über vegetarische Ernährung, da ich mich selbst vegetarisch ernähre, und beendete meinen kleinen Vortrag mit einem humorvollen Gedicht über Nährstoffe. Nach einer Diskussion in Kleingruppen ließen wir – wir waren die letzte Gruppe – den Tag mit einem Quizlet ausklingen. Die Gruppen vor uns beschäftigten sich umfassend mit Ernährung, die andere mit Yoga und Gefühlen – mit anschließender Yoga-Einheit. Ja, und da soll einer sagen, in unserem Seminar saßen wir nur. Wer schon einmal Yoga gemacht hat, weiß nämlich, dass es alles andere als einfach ist.

Am Freitag stellte uns die letzte Gruppe ihre Präsentation über Italien vor. Nach einem kleinen Italienisch-Crashkurs erzählten sie uns etwas über die umliegenden Ortschaften und Attraktionen. Auch unsere Seminarleitung gab uns noch einige Infos zum Abschlussseminar, worauf ich mich immer mehr freue. Trotz der Tatsache – wie mir schmerzlich bewusst wurde – dass mein FSJ schon die Halbzeit überschritten hat, will ich es positiv sehen, denn ein ebenso spannendes Halbjahr liegt schließlich noch vor mir, auf das ich mich genauso freue – auf das, was da noch kommt! Denn da kommt noch so Einiges.

Gegen meine Erwartung verflog auch diese Woche schneller als ich gucken konnte. Wir hatten aus dem Online-Seminar definitiv das Beste gemacht und ich habe die Zeit sehr genossen. Wie jedes Mal gab es noch zum Schluss eine Feedback-Runde zum Seminar, die überwiegend gut ausfiel. Nun freue ich mich aber auf das Abschluss-Seminar, denn da geht‘s nach Italien und wir können uns endlich wieder live sehen.


Grüße von eurem FSJler Niklas


🔇 [stummgeschaltet]


 

Gedicht: „Nährstoffe und wo sie zu finden sind“


Führst du dein Essen hin zum Mund,

Fragst du dich stets: „Ist es gesund?

Kann es zu viel Zucker enthalten?

Sorgt es für zu viele Falten?“


Und erfährst du vom Inhalt deines Essens,

… Tja, da fehlen mir jetzt auch die Worte.


Steht in der Zutatenliste „Insekt“,

Denkst du, die Küche sei defekt.

Dabei enthalten sie viel Eiweiß,

Nur wer will schon diesen Scheiß?


Eiweiß findest du im Brot,

Getreide, Gemüse, Kartoffeln zur Not.

Eisen gibt's in Vollkorn und in Spinat,

Rote Beete auch nicht spart.

Vitamin C steckt Orangesaft,

Zusammen mit Eisen eine bessere Aufnahme schafft.

Vitamin B12 ist für die Blutbildung relevant,

Es der Sojamilch entstammt.

Vitamin D kannst du nicht über die Nahrung bekommen,

Dafür musst du dich ausgiebig sonnen.

Folsäure brauchen nicht nur schwangere Frauen,

Auch Männer sollten darauf schauen.

Vor kommt es in Mungobohnen,

Grünkohl, Fenchel tun sich lohnen.

Omega-3-Fettsäuren finden sich in Fisch,

Auch in Algen, glitschig und frisch.


Wichtig ist die Ernährung ausgewogen,

Dann wird dich dein Körper loben.

Und nun, mein Freund, genug gesessen,

Jetzt ist es an der Zeit zu essen!


 

Rückblick auf die letzten Seminare


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