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FSJ-Blog #29

Aktualisiert: 5. Juni 2023

02.05.2023 - 05.05.2023


Bewerbungsbeginn, Vera Nr. 3, Stratosphärenflug, Zirkus, Klassenrat


Entspannt gestartet mit einem Feiertag, entpuppte sich diese Woche als ein regelrechter Eventmarathon der Extraklasse.

Am 1. Mai war Feiertag und der Beginn der Bewerbungszeit für die PH in Karlsruhe, für die ich mich bewerben möchte. In einem früheren Blog hatte ich euch schon darüber berichtet und meine Überlegungen mit euch geteilt, welche Fächer ich nehmen möchte. Nun steht mein Entschluss endgültig fest: Deutsch (und Mathe als Grundbildung) und naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht mit dem Schwerpunkt auf Alltagskultur und Gesundheit. Meine Unterlagen habe ich alle zusammengetragen, sodass ich mich am Wochenende an die Bewerbung setzen kann. Drückt mir die Daumen!

Letzte Woche in Deutsch, unterstützte ich noch einmal einen meiner LRS-Schüler in der dritten und letzten Vera-Vergleichsarbeit im Fach Mathe. Diesmal las ich nur die Aufgabenstellung vor und ehe ich mir selbst die Aufgabe überhaupt angesehen hatte, war er bereits fertig. Rechnen, Geometrie und Textaufgaben. Bereits zwanzig Minuten später waren mit den Aufgaben, die viele Bereiche aus dem Matheunterricht abfragten, am Ende angelangt. Das hat mich wirklich verblüfft, aber auch sehr gefreut, wie stark er in Mathe ist.

Dieser Freitag war ein ereignisvoller Tag. Ein Ereignis jagte das nächste. Lange hatte Herr Rudolph mit seiner Klasse 8b darauf hingearbeitet, lange sprachen sie von nichts anderem mehr. Nach großer Planung und Vorbereitung startete der Wetterballon auf der großen Wiese hinterm Jugendhaus Villa Federbach. Natürlich wollte sich niemand dieses Spektakel entgehen lassen – so war die gesamte Hans-Thoma-Schule, die Sponsoren und die Presse vor Ort. Die Villa spendete Brezeln und Getränke. Die Wetterbedingungen waren günstig, denn die Sicht muss mindestens 5 km betragen und die Wolken dürfen maximal 50 % des Himmels bedecken, um überhaupt starten zu dürfen. Die Aufregung und die Anspannung waren groß.

Zischend wurde der Ballon mit Gas gefüllt, der Fallschirm befestigt – die letzten Vorbereitungen liefen. Gut verpackt in einer Styroporkiste ist die Sonde mit drei Experimenten und einigen Messgeräten ausgestattet. Getrackt wird sie mit einem kleinen GPS-Sender, der Signale auf ein Handy sendet. In 36 Kilometern Höhe soll sie Daten messen wie die Luftfeuchtigkeit, den Luftdruck, die Temperatur und wie sich diese verändern. Ein kleiner Bordcomputer wird all diese physikalischen Messwerte während des Fluges aufzeichnen. Auch sind kleine Pflanzen in durchgehend gefilmten Reagenzgläschen an Bord, die mit und ohne Wasser eingefroren wurden, und anschließend eingepflanzt werden sollen. Auch Cola und ein Schaumkuss werden untersucht … wirklich leckere Experimente! Wie wirken sich die geänderten Umgebungsbedingungen darauf aus? Ein besonderes Highlight ist die kleine Kamera, die Bilder vom Weltall schießen wird. Dann ging alles ganz schnell. Sobald der Ballon verknotet war, zählte der Countdown runter und los ging die Forschungsreise ... hinauf in die Stratosphäre. Um die zwei Stunden soll sie gehen, ehe der Ballon platzt und die Sonde mit vielen Ergebnissen wieder herunterkommt.

Willkommen im Zirkus „Halligali“. Drei Wochen übte Praktikantin Lisa mit ein paar Kindern der 2. Klasse eine tolle Aufführung ein. Nun war endlich Premiere. Nach einer herzlichen Begrüßung der beiden 1. und der 2. Klasse hieß es: Manege frei für gefährliche Raubkatzen, waghalsige Seiltänzerinnen, musikalische Tüchertänzerinnen und mutige Akrobaten im Kampf mit den vier Elementen. Wie ein Profi führte der kleine Zirkusdirektor die begeisterten Zuschauer durch die Show. Als sich zum Schluss alle Artisten verbeugten, gab es einen großen Applaus! Gemeinsam wurde noch Macarena getanzt, was auch wir Erwachsene uns nicht entgehen ließen.

Damit war der Freitag allerdings noch nicht zu Ende. Frau Beyer hatte mehrere Lehrerinnen zum Thema Klassenrat eingeladen und mit ihnen darüber gesprochen, wie genau dieser funktioniert und was es zu beachten gibt. Mit dabei waren auch wir FSJler. Im Klassenrat, der einmal die Woche stattfindet, überlässt der Lehrer alle Aufgaben den Schülern und steht nur bei der Gestaltung bei. Das stärkt nicht nur die Klassengemeinschaft. So lernen die Kinder, selbst Entscheidungen zu treffen, Lösungen für Probleme zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Sie teilen sich unterschiedliche Rollen wie Regel- und Zeitwächter, Protokollant, Vorsitzender oder Ratsmitglied zu, die alle ihre bestimmten Aufgaben haben. Am liebsten würde ich direkt meine eigene Klasse übernehmen und mit ihnen Klassenrat machen. Nun ja, ein bisschen muss ich mich noch gedulden. Der nächste Schritt ist bereits getan: meine Bewerbung für das Studium als Grundschullehrer.


Grüße von eurem FSJler Niklas

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